Weseler Rettungshunde drücken die Schulbank

Während die Schüler ihre Ferien genießen, trainieren die Vierbeiner in der Gesamtschule Kevelaer

Die Gesamtschule öffnet ihre Türen für die Rettungshunde aus Wesel

Trotz der Sommerferien herrscht heute reger Betrieb in der Gesamtschule Kevelaer: die Rettungshunde der Staffel Wesel und Umgebung stellen ihr Können unter Beweis und nutzen die leeren Räumlichkeiten. Zwischen Tischen und Stühlen, versteckt in den Klassenzimmern, in denen normalerweise die Schüler der 5. und 6. Klasse unterrichtet werden, sitzen die Versteckpersonen und warten darauf, von einem der Hunde gefunden zu werden. Das wöchentliche Training, das normalerweise auf dem Trümmergelände in Wesel stattfindet, wurde heute kurzerhand nach Kevelaer verlegt.

Cody beginnt seine Suche auf dem leeren Flur, durch den die Schüler sonst freudig in die Pause laufen

Für die Vierbeiner ist die Suche in geschlossenen, intakten Räumen eine große Herausforderung. Da sich der menschliche Geruch in Gebäuden vollkommen anders verteilt als im Wald oder auf dem Trümmertrainingsgelände, müssen auch die Lösungsstrategien der Hunde angepasst werden, um die versteckte Person zu finden. Mit diesen Bedingungen werden nicht nur die Flächen- und Trümmerhunde vor eine Herausforderung gestellt.

Auch der Mantrailer Skog, ein junger Schäferhund, übt für einen, leider häufig vorkommenden Ernstfall: eine hilfsbedürftige Person verlässt ein Heim oder Wohngebäude und läuft orientierungslos durch die Stadt.

Immer der Nase nach: Skog verfolgt zielstrebig die Spur einer Versteckperson

In dieser Situation muss der Hund mit Hilfe einer Geruchsprobe des Vermissten im Gebäude die Spur zwischen vielen unterschiedlichen Gerüchen aufnehmen, durch die Straßen verfolgen und die Helfer im Idealfall bis zur vermissten Person führen. Um diese Differenzierung zu trainieren, eignet sich ein Schulgebäude, das täglich von vielen Schülern betreten wird, sehr gut. Skog lässt sich davon nicht irritieren: wie die Schüler kurz vor der großen Pause, ist er kaum zu halten und steuert geradewegs auf den Schulhof zu. Dort verfolgt er die Spur weiter und findet zuverlässig sein Ziel.

Am Ende des Tages geben die Rettungshunde die Schule wieder frei, alle versteckten Personen wurden gefunden und die Schüler können nach den Sommerferien gut erholt ins neue Schuljahr starten. Lediglich ein verirrtes Hundehaar könnte dann noch an den Besuch aus Wesel erinnern.

Ermöglicht hat dieses Training unter anderem Schulleiter Christoph Feldmann, dem die Staffel an dieser Stelle sehr herzlich für den Einsatz und seine Offenheit dankt. Eine gute Ausbildung lebt von diesen Möglichkeiten und der Unterstützung durch die Öffentlichkeit.

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